Licht

Beim Fotografieren wird eigentlich nur Licht eingefangen und auf einen Film oder bei Digitalkameras auf einen Sensor befördert.

Die Kamera arbeitet hierbei wie ein Auge. Wie beim Auge sitzt auch vor der Kamera eine Linse. Der Bildsensor der Kamera hat die selbe Aufgabe wie die Netzhaut im Auge.

Die Blende sorgt dabei, durch ihre flexible Öffnung, für die richtige Lichtmenge die auf den Sensor trifft.

Ähnlich wie beim Katzenauge das durch erweitern und verengen der Pupilenöffnung auf Tageslicht und Dunkelheit flexibel reagiert.

Erfahrene Fotografen planen ihre Bilder. Licht, die Art des Lichts, die Wellenlänge des Lichts, die Lichtrichtung und  die Intensität des Lichts werden damit in die Überlegung einbezogen. Ohne Licht gibt es keine Fotografie, Licht ist also der Schlüssel zur gelungenen Fotografie.

Das Licht ist  je nach Tages- und Jahreszeit,  in sehr unterschiedlichen Erscheinungsbildern vorhanden. Das Wetter, Luftverschmutzung und auch der Standort beeinflussen das Licht.

Diese Aufnahme wurde in Deutschland im July am frühen Morgen gemacht. Morgens sind die Schatten durch die tiefstehende Sonne noch relativ lang. Das Licht ist leicht rötlich und schön weich. Hier lag der Morgennebel noch über den Wiesen. Nebel erzeugt zusammen mit Licht eine ganz besondere Bildstimmung.
Bilder zu Morgenlicht

 

Diese Aufnahme wurde in Deutschland Ende August am späten Morgen gemacht. Die Sonne steht hier schon höher und die Lichtfarbe bewegt sich in Richtung bläulich.

Nicht nur das Licht ist ein fotografisches Stillmittel, sondern auch die entstehenden Schatten.

Bilder zu Schatten.

 

 

 

Diese Aufnahme wurde in Dubai, also schon relativ äquatornah, Ende Mai gegen 15 Uhr nachmittags gemacht.

Die Sonne steht hier sehr hoch, die Schatten werden dadurch sehr kurz.

 Bilder zu Tieren

 

 

 

Diese Aufnahme wurde in Hamburg im Mai 2012 am späten Nachmittag gemacht. Die Sonne wird hier durch die dichten Wolken verdeckt. An bewölkten Tagen spricht man von diffusen Licht. Das bedeutet, dass das Licht von nahezu allen Seiten mit der gleichen Lichtstärke auf das Motiv trifft. Schatten bleiben bei diffusen Licht fast aus.

Falls das vorhandene Licht nicht ausreicht, gibt es verschieden Möglichkeiten das zu kompensieren. Man kann durch längere Belichtungszeiten, durch höhere Isowerte oder durch Offenblende versuchen das Restlicht länger zu nutzen.

Langzeitbelichtungen sind ein typisches Beispiel für Aufnahmen bei wenig bis sehr wenig Licht.

Die Kunst dabei ist, dass die dunklen Bereiche im Bildergebnis nicht völlig absaufen (schwarz werden) und dort wo Lampen und Lichter sind, um die Lichtquelle herum, keine Überstrahlungen entstehen.

Bilder zu Nachtaufnahmen

 

Ein echt neuer Trend in der Digitalfotografie ist „Lightwriting“. Lightwriting ist eine besondere Form der Langzeitbelichtung. Hierbei wird mit einer Lichtquelle, die bewusst bewegt wird, ein Lichtschweif im Bild erzeugt. Die Aufnahme eines Feuerwerks ist im Prinzip nichts anderes als Lightwriting. Der Unterschied ist, dass beim Lightwriting bewusst und beim Feuerwerk zufällig die Lichtlinien entstehen.

 

 

 

 

 

 

Bilder zu Feuerwerk

 

Es gibt Aufnahmesituationen, wo das vorhandene Licht trotz effektiver Nutzung nicht mehr ausreicht. Das ist der Moment in dem künstliches Licht benötigt wird. Der Fotograf kann sich das zusätzlich benötigte Licht über einen einfachen Kamerablitz, oder auch über hochwertige Lichtanlagen dazu holen. Künstliche Beleuchtung ist ein weiteres interessantes Lichtthema.

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